Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche (Wohnflächenverordnung - WoFlV) 

Ausfertigungsdatum: 25.11.2003 

Vollzitat: 

"Wohnfl√§chenverordnung vom 25. November 2003 (BGBl. I S. 2346)" 

Fu√ünote 

(+++ Textnachweis ab: 1. 1.2004 +++) 
 
Die V wurde als Artikel 1 d. V v. 25.11.2003 I 2346 von der Bundesregierung und dem Bundesministerium f√ľr Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Einvernehmen mit dem Bundesministerium f√ľr Wirtschaft und Arbeit, dem Bundesministerium f√ľr Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und dem Bundesministerium f√ľr Gesundheit und Soziale Sicherung mit Zustimmung des Bundesrates verordnet. Sie ist gem. Art. 6 der V mWv 1.1.2004 in Kraft getreten. 

¬ß 1‚ÄĮAnwendungsbereich, Berechnung der Wohnfl√§che 

(1) Wird nach dem Wohnraumf√∂rderungsgesetz die Wohnfl√§che berechnet, sind die Vorschriften dieser Verordnung anzuwenden. 

(2) Zur Berechnung der Wohnfl√§che sind die nach ¬ß 2 zur Wohnfl√§che geh√∂renden Grundfl√§chen nach ¬ß 3 zu ermitteln und nach ¬ß 4 auf die Wohnfl√§che anzurechnen. 

¬ß 2‚ÄĮZur Wohnfl√§che geh√∂rende Grundfl√§chen 

(1) Die Wohnfl√§che einer Wohnung umfasst die Grundfl√§chen der R√§ume, die ausschlie√ülich zu dieser Wohnung geh√∂ren. Die Wohnfl√§che eines Wohnheims umfasst die Grundfl√§chen der R√§ume, die zur alleinigen und gemeinschaftlichen Nutzung durch die Bewohner bestimmt sind. 

(2) Zur Wohnfl√§che geh√∂ren auch die Grundfl√§chen von 1.Winterg√§rten, Schwimmb√§dern und √§hnlichen nach allen Seiten geschlossenen R√§umen sowie 

2.Balkonen, Loggien, Dachg√§rten und Terrassen, 

wenn sie ausschlie√ülich zu der Wohnung oder dem Wohnheim geh√∂ren. 

(3) Zur Wohnfl√§che geh√∂ren nicht die Grundfl√§chen folgender R√§ume: 1.Zubeh√∂rr√§ume, insbesondere: 

a) Kellerr√§ume, 

b) Abstellr√§ume und Kellerersatzr√§ume au√üerhalb der Wohnung, 

c) Waschk√ľchen, 

d) Bodenr√§ume, 

e) Trockenr√§ume, 

f)  Heizungsr√§ume und 

g) Garagen, 

2.R√§ume, die nicht den an ihre Nutzung zu stellenden Anforderungen des Bauordnungsrechts der L√§nder gen√ľgen, sowie 

3.Gesch√§ftsr√§ume. 

dem Wohnraum vorgenommen werden, die eine Neuberechnung der Wohnfl√§che erforderlich machen, sind die Vorschriften dieser Verordnung anzuwenden. 

¬ß 3‚ÄĮErmittlung der Grundfl√§che 

(1) Die Grundfl√§che ist nach den lichten Ma√üen zwischen den Bauteilen zu ermitteln; dabei ist von der Vorderkante der Bekleidung der Bauteile auszugehen. Bei fehlenden begrenzenden Bauteilen ist der bauliche Abschluss zu Grunde zu legen. 

(2) Bei der Ermittlung der Grundfl√§che sind namentlich einzubeziehen die Grundfl√§chen von 1.T√ľr- und Fensterbekleidungen sowie T√ľr- und Fensterumrahmungen, 

2.Fu√ü-, Sockel- und Schrammleisten, 

3.fest eingebauten Gegenst√§nden, wie z. B. √Ėfen, Heiz- und Klimager√§ten, Herden, Bade- oder Duschwannen, 

4.freiliegenden Installationen, 

5.Einbaum√∂beln und 

6.nicht ortsgebundenen, versetzbaren Raumteilern. 

(3) Bei der Ermittlung der Grundfl√§chen bleiben au√üer Betracht die Grundfl√§chen von 1.Schornsteinen, Vormauerungen, Bekleidungen, freistehenden Pfeilern und S√§ulen, wenn sie eine H√∂he von mehr als 1,50 Meter aufweisen und ihre Grundfl√§che mehr als 0,1 Quadratmeter betr√§gt, 

2.Treppen mit √ľber drei Steigungen und deren Treppenabs√§tze, 

3.T√ľrnischen und 

4.Fenster- und offenen Wandnischen, die nicht bis zum Fu√üboden herunterreichen oder bis zum Fu√üboden herunterreichen und 0,13 Meter oder weniger tief sind. 

(4) Die Grundfl√§che ist durch Ausmessung im fertig gestellten Wohnraum oder auf Grund einer Bauzeichnung zu ermitteln. Wird die Grundfl√§che  

auf Grund einer Bauzeichnung ermittelt, muss diese 1.f√ľr ein Genehmigungs-, Anzeige-, Genehmigungsfreistellungs- oder √§hnliches Verfahren nach dem Bauordnungsrecht der L√§nder gefertigt oder, wenn ein bauordnungsrechtliches Verfahren nicht erforderlich ist, f√ľr ein solches geeignet sein und 

2.die Ermittlung der lichten Ma√üe zwischen den Bauteilen im Sinne des Absatzes 1 erm√∂glichen. 

Ist die Grundfl√§che nach einer Bauzeichnung ermittelt worden und ist abweichend von dieser Bauzeichnung gebaut worden, ist die Grundfl√§che durch Ausmessung im fertig gestellten Wohnraum oder auf Grund einer berichtigten Bauzeichnung neu zu ermitteln. 

¬ß 4‚ÄĮAnrechnung der Grundfl√§chen 

Die Grundfl√§chen 

1.von R√§umen und Raumteilen mit einer lichten H√∂he von mindestens zwei Metern sind vollst√§ndig, 

2.von R√§umen und Raumteilen mit einer lichten H√∂he von mindestens einem Meter und weniger als zwei Metern sind zur H√§lfte, 

3.von unbeheizbaren Winterg√§rten, Schwimmb√§dern und √§hnlichen nach allen Seiten geschlossenen R√§umen sind zur H√§lfte, 

4.von Balkonen, Loggien, Dachg√§rten und Terrassen sind in der Regel zu einem Viertel, h√∂chstens jedoch zur H√§lfte anzurechnen. 

¬ß 5‚ÄĮ√úberleitungsvorschrift 

Ist die Wohnfl√§che bis zum 31. Dezember 2003 nach der Zweiten Berechnungsverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 12. Oktober 1990 (BGBl. I S. 2178), zuletzt ge√§ndert durch Artikel 3 der Verordnung vom 25. November 2003 (BGBl. I S. 2346), in der jeweils geltenden Fassung berechnet worden, bleibt es bei dieser Berechnung. Soweit in den in Satz 1 genannten F√§llen nach dem 31. Dezember 2003 bauliche √Ąnderungen an dem Wohnraum vorgenommen werden, die eine Neuberechnung der Wohnfl√§che erforderlich machen, sind die Vorschriften dieser Verordnung anzuwenden.